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News Neubau des Bettenhauses nimmt Formen an – Inbetriebnahme im Frühjahr 2021 anvisiert
Datum 01.10.2020
Autor Kliniken Nagold
Beschreibung

Die umfangreiche Sanierung der Kliniken Nagold schreitet mit großen Schritten voran. Coronabedingt fand das Richtfest am Mittwoch zwar im verkleinerten Rahmen statt, dem Projektzeitplan konnte die Pandemie bislang aber nichts anhaben. „Wir sind mit dem ersten Bauabschnitt nach wie vor voll im Zeit- und Kostenplan“, unterstrich Landrat Helmut Riegger beim Festakt für den Neubau des Bettenhauses. „Der Dank gilt hierfür allen am Projekt beteiligten Firmen, Planern und Architekten, denen es trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gelungen ist, mit der pünktlichen Fertigstellung des Rohbaus einen weiteren, weithin sichtbaren Meilenstein in der Umsetzung der Medizinkonzeption am Standort Nagold zu setzen.“

Mit 47,8 Millionen Euro bildet der erste Bauabschnitt den Kern der Generalsanierung und Erweiterung der Kliniken Nagold. Hierfür hat das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg bereits 22,15 Millionen Euro Fördersumme zugesagt, die Gesamtmaßnahme zur Modernisierung ist mit rund 85 Millionen Euro veranschlagt. In den weiteren Bauabschnitten folgen der Bau des neuen Medizinischen Versorgungszentrums, die Erweiterung der Zentralen Notaufnahme sowie die Modernisierung der Operationssäle. Parallel wird mit der Neugestaltung der Patientenzimmer und deren Umstellung auf eine zeitgemäße Zwei-Bett-Struktur sowie mit der Erneuerung der Fensterfassade und der Haustechnik im Bestandshaus begonnen. Diese Maßnahmen werden gemeinsam mit der Neuordnung der Patientenaufnahme im Erdgeschoss abgeschlossen. „Der Baufortschritt im Neubau ist essentiell für die gesamte Baulogistik. Mit dem anvisierten Bezug des Bettenhauses im April kommenden Jahres und den neuen Patientenzimmern mit insgesamt 96 Betten erhalten wir erst die benötigen Rochadeflächen, um im Bestandshaus die Sanierung angehen zu können – alles ohne Einschränkung in der Versorgung und unter Beibehaltung der maximalen Bettenanzahl“, erläuterte der kaufmännische Geschäftsführer des Klinikverbundes Martin Loydl das weitere Vorgehen.

Ebenfalls Teil des ersten Bauabschnittes ist die Modernisierung und Erweiterung der Intensivstation im ersten Obergeschoss des Bestandsgebäudes: hier sind künftig 12 Intensivbetten und 8 Intermediate-Care-Betten (IMC) vorgesehen. „Die jüngsten Erfahrungen aus der Pandemie fließen in enger Abstimmung mit dem Landkreis Calw sowie dem Sozialministerium ebenfalls mit in die Planungen ein“, so Loydl. „Im 1. Stock werden die technischen Voraussetzungen für weitere 20 Betten als zusätzliche Intensiveinheiten mit Monitoring und Beatmung geschaffen, zudem erweitern wir die Zentrale Notaufnahme um rund 150 Quadratmeter hin zum interdisziplinären Notfallzentrum mit einer Beobachtungsstation mit 8 Betten – diese kann künftig notfalls auch als Fieberambulanz mit separatem Eingang genutzt werden.“ „Mit der Einrichtung einer zusätzlichen Isolierstation im vierten Obergeschoss erhöht sich nach Fertigstellung die Gesamtbettenzahl des Klinikums Nagold damit von 274 auf 292 -  knapp ein Drittel aller Betten soll zukünftig Schleusen besitzen“, ergänzte der Ärztliche Direktor Prof. Dr. Hubert Mörk und lobte in dem Zusammenhang nochmals das große Engagement aller Mitarbeiter im Verlauf der Coronapandemie. „Mit viel persönlichem Einsatz und Improvisationsgeschick konnten wir Fieberambulanzen oder Decision Units im Altbestand realisieren; die bauliche Modernisierung erleichtert uns künftig die Einrichtung solch variabler Strukturen enorm.“

„Die Medizinkonzeption im Landkreis Calw, mit der wir mit dem Neubau der Kliniken Calw auf dem Stammheimer Feld sowie der Generalsanierung der Kliniken Nagold auch zukünftig auf eine starke, wohnortnahe Zwei-Standort-Lösung setzen, hat spätestens unter Corona ihre Feuertaufe bestanden“, betonte Landrat Riegger. Die Dezentralität hat sich für die Versorgung in der Pandemie als großer Pluspunkt erwiesen, insofern gehen wir den Weg unbeirrt weiter." Gleiches gilt auch für den Campusgedanken an den Standorten. So steht jetzt schon fest, dass sich zusätzlich zum bereits bestehenden Medizinischen Versorgungszentrum (MVZ) im Erdgeschoss des neuen Bettenbaus in Nagold eine nephrologische Praxis mit 20 Dialyseplätzen ansiedeln wird. Das neue onkologische Therapiezentrum (OTZ) hatte bereits im April seinen Betrieb aufgenommen.

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